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Mittelschule Bad Reichenhall erhält Auszeichnung als Umweltschule

 

Die begehrte Auszeichnung als Umweltschule konnte kürzlich Schulleiter Christian Schneider mit seinen Lehrkräften der Mittelschule Bad Reichenhall aus den Händen der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf entgegennehmen.
Für Umweltministerin Ulrike Scharf sind die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten. Zudem tragen Umweltschulen durch ihr Engagement dazu bei, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.

 

Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Wie Nachhaltigkeit darüber hinaus im Schulleben verankert ist, wird ebenfalls dokumentiert. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.


An der Mittelschule Bad Reichenhall wurden seit ihrer ersten Bewerbung im vorletzten Herbst zahlreiche Projekte durchgeführt, um eine umweltbewusste und nachhaltige Schulentwicklung zu gewährleisten. Eines der beiden eingereichten Projekte beschrieb ein Inklusionsprojekt mit der Johannesschule Hohenfried in Bayerisch Gmain. Das Inklusionsprojekt der beiden Schulen wird bereits seit einigen Jahren von Lehrkräften beider Schulen mit wechselseitigem Besuch durchgeführt. Im gegenseitigen Miteinander erwerben die Schüler soziale Kompetenzen. Die Kooperation bedeutet für die Berufsschulstufe (seelenpflegebedürftige Schüler - Jugendliche mit geistiger & körperlicher Behinderung) in Hohenfried eine Hilfe bei der individuellen Lebensbewältigung. Umgekehrt erhalten die Mittelschüler die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im sozialen Bereich im Hinblick auf die Berufsorientierung auszuloten.

 

Stadtgartenmeister Martin Haberlander von der Stadtgärtnerei Bad Reichenhall unterstütze beim zweiten eingereichten Projekt die Mittelschule enorm. Zum einen wurde der verwilderte Schulgarten wiederbelebt, welcher seit knapp einem Jahrzehnt nicht mehr gepflegt wurde. Die Pflege übernahmen eine Arbeitsgruppe sowie zwei Ganztagsklassen. Mithilfe der Stadtgärtnerei wurde der Oberboden der Beete pflanzfertig gestaltet. Ebenfalls bauten die Schülerinnen ein Minigewächshaus.

 

In kurzen Einheiten erarbeiteten sich die Schülerinnen die optimalen Wachstumsbedingungen der Pflanzen. Dabei halfen die Arbeiter der Stadtgärtnerei mit ihrem Know-how. Ebenso wurde ein Obstspalier angepflanzt, welches auch als grünes Klassenzimmer genutzt wird. Anlässlich des Tags des Baumes pflanzte die Klasse 5a im Mai 2017 zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall Dr. Lackner einen Baum im Karlspark und konnten ihr Wissen aus dem Schulgarten bezüglich des Pflanzenwachstums anwenden und vertiefen. Ersatzpflanzungen von Bäumen fanden zudem an der Saalachau vornehmlich durch die 8.ten Klassen statt.

 

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Umweltministerin Ulrike Scharf (von rechts) überreichte die Auszeichnung Umweltschule an Schulleiter Christian Schneider und die Lehrkäfte Julia Janker sowie Wolfgang Pfautsch.